Magie im Fantasysetting

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Fred
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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 13:00

Pyrukar hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 20:54
Mach doch einfach mal ein Beispiel, mit welchem kleinen Magischen Effekt man die Welt beherrschen könnte (Ach ja, Zeitmagie habe ich aus genau diesem Grund nicht zugelassen in meinem Setting)
Gerne :)

Ein mächtiger Zauber ist es, Emotionen zu beeinflussen, sie zu verändern, entstehen zu lassen, zu verstärken und abzuschwächen.
Beispiel Graue Eminenz: Als du als Bettler zum Schloss des mächtigen Herrschers kamst, haben die Wachen dich entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit eingelassen, weil sie sehr starkes Mitleid mit dir verspürten. (...) Du wirst als neuer Berater des Herrscher von diesem sehr geliebt. Alles was du sagst, bereitet ihm Freude, wohingegen er sich über die Ratschläge seiner nunmehr ungeliebten alten Berater stets ägert. Die alten Ratgeber haben große Furcht vor dir.

Ebenfalls sehr mächtig: Geheimnisse von Menschen erfahren (Mantik)
Beispiel erfolgreicher Politiker: Alle Menschen mit Geheimnissen hast du in der Hand

Und natürlich: Täuschungen erkennen
Beispiel mächtiger Herrscher: Du weißt im Falle eines Krieges immer genau, auf welchen deiner verbündeten Fürsten du dich verlassen kannst auf wen nicht.

Deine mögliche Zukunft voraussehen (nur für einen Tag oder eine Stunde). Du machst niemals Fehler.

Die unveränderliche Zukunft vorausehen (nur das Geschick anderer). Du weißt, dass dein Herrscher gestürzt werden wird. Die ideale Gelegenheit, ihn zu verraten und ihn selber zu stürzen (es wird ganz sicher gelingen).

Ein Dämon lehrt dich, wie man Schwarzpulver herstellt (oder es erscheint dir darüber eine Vision im Traum). Oder eine neue bessere Armbrust. Oder Byzantinisches Feuer. Oder oder oder. Deine Armee wird unschlagbar.

Und der mächtigste Zauber von allen: Kranke heilen, auf Wasser wandeln und aus einem Laib Brot zwei machen. Die Leute werden denken, du bist ein Abgesandter Gottes und du wirst ein großer religiöser, politischer und militärischer Führer, der das ganze Land unterwirft (ja, das funktioniert erwiesenermaßen)

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 13:09

Simbert hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 21:34
Da bringst du jetzt natürlich einen weiteren Aspekt rein. Wie macht man es, dass Magier ungefähr gleich spaßig zu spielen sind wie Nichtmagier. Das ist aber finde ich schon relativ weit von der Settingdiskussion entfernt, und muss dann eher ganz konkret durch entsprechendes balancing gelöst werden.
Ein wichtiger Punkt. Ich denke, die Charakterklassen müssen nicht von den Regeln her balanciert sein, sondern man spielt das was man cool findet. Und der Spielleiter sollte dabei helfen, dass es für den Spieler auch cool wird, egal ob dieser einen Magier oder Nichtmagier spielt.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 13:14

Simbert hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 21:34
Bezüglich des Settings würde ich aber allgemein sagen, dass es da schon ein paar Möglichkeiten gibt.
Alles gute Vorschläge finde ich. Geht zum Teil in die Richtung, die ich gewählt habe.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 13:18

Tom hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 22:56
Ich spiele Rollenspiele um abzuschalten und mir keine realweltlichen Gedanken zu machen.
Korrekt, mir ist es eigentlich auch scheißegal ob oder warum z.B. Zauberer die Welt nicht beherrschen.
Hatte mich aber mal über die Frage geärgert :P

Wenn man es aber "erklären" kann, wird die Welt stimmiger, und je stimmiger die Welt, um so besser und einfacher könne die Spieler sich selber Sachen überlegen, die gut zur Welt passen.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Simbert » Fr 28. Jun 2019, 13:23

Fred hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 13:09
Simbert hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 21:34
Da bringst du jetzt natürlich einen weiteren Aspekt rein. Wie macht man es, dass Magier ungefähr gleich spaßig zu spielen sind wie Nichtmagier. Das ist aber finde ich schon relativ weit von der Settingdiskussion entfernt, und muss dann eher ganz konkret durch entsprechendes balancing gelöst werden.
Ein wichtiger Punkt. Ich denke, die Charakterklassen müssen nicht von den Regeln her balanciert sein, sondern man spielt das was man cool findet. Und der Spielleiter sollte dabei helfen, dass es für den Spieler auch cool wird, egal ob dieser einen Magier oder Nichtmagier spielt.
Würde ich so nicht unbedingt sagen. Charaktere sollten irgendwie schon balanciert sein. Nicht in dem Sinne, dass sie immer in allen Situationen gleich stark sind, oder das alle im Kampf gleich stark sein müssen, sondern dadurch, dass sie gleiches Spaßpotential haben. Was normalerweise bedeutet, jeder Charakter sollte Bereiche haben, in denen er glänzen kann, und die Häufigkeit, in der diese Bereiche im Spiel auftreten, sollte ungefährt gleich sein. Das ist nicht nur Aufgabe des Spielleiters. Wenn ein Magier zum Beispiel alles tun kann, was ein Dieb tun kann, dann hat man ein Problem, weil es dadurch keine Spielbereiche mehr gibt, in denen der Dieb glänzen kann.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 13:30

Simbert hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 13:23
Charaktere sollten irgendwie schon balanciert sein. Nicht in dem Sinne, dass sie immer in allen Situationen gleich stark sind, oder das alle im Kampf gleich stark sein müssen, sondern dadurch, dass sie gleiches Spaßpotential haben. Was normalerweise bedeutet, jeder Charakter sollte Bereiche haben, in denen er glänzen kann, und die Häufigkeit, in der diese Bereiche im Spiel auftreten, sollte ungefährt gleich sein. Das ist nicht nur Aufgabe des Spielleiters. Wenn ein Magier zum Beispiel alles tun kann, was ein Dieb tun kann, dann hat man ein Problem, weil es dadurch keine Spielbereiche mehr gibt, in denen der Dieb glänzen kann.
Jetzt hätte ich beinahe geschrieben "ja klar", aber dann habe ich mir überlegt: Stell dir vor du spielst ein Superheldensetting. Z.B. Justice League. Würdest du Superman spielen wollen, oder lieber Batman?

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Jadetiger » Fr 28. Jun 2019, 17:36

Fred hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 20:14
Jadetiger hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 17:27
Fred hat geschrieben:
Do 27. Jun 2019, 15:47
Mich würde interessieren, wie die Avatare in deinem Setting ihr geheimes Wissen vor den Zauberern schützen? Und wie stellen sie sicher, dass ihr Beziehungsnetzwerk nicht durch Zauberer korrumpiert wird?
SEHR einfach. Avatare in TriSP sind sich bewusst, dass sie Verkörperungen höherer Wesen, sog. "Spieler", sind und dass die Geschicke der Welt von sog. "Meistern" gelenkt werden.
Eine verblüffende Lösung, und sie funktioniert zweifellos.
Erinnert mich etwas an den Ansatz: "Böse Zauberer beherrschen deshalb nicht die Welt, weil sie ständig von irgendwelchen Spieler-Abenteuergruppen weggehauen werden."
Ursprünglich hatte ich die Avatare übrigens für Raucher eingeführt: Wenn die nächste Kippe nötig ist, kann der Char einfach "offplay gehen" :D
"What we see now is like a dim image in a mirror." - JadeX, Hacker of Fortune

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Simbert » Fr 28. Jun 2019, 18:21

Fred hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 13:30
Simbert hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 13:23
Charaktere sollten irgendwie schon balanciert sein. Nicht in dem Sinne, dass sie immer in allen Situationen gleich stark sind, oder das alle im Kampf gleich stark sein müssen, sondern dadurch, dass sie gleiches Spaßpotential haben. Was normalerweise bedeutet, jeder Charakter sollte Bereiche haben, in denen er glänzen kann, und die Häufigkeit, in der diese Bereiche im Spiel auftreten, sollte ungefährt gleich sein. Das ist nicht nur Aufgabe des Spielleiters. Wenn ein Magier zum Beispiel alles tun kann, was ein Dieb tun kann, dann hat man ein Problem, weil es dadurch keine Spielbereiche mehr gibt, in denen der Dieb glänzen kann.
Jetzt hätte ich beinahe geschrieben "ja klar", aber dann habe ich mir überlegt: Stell dir vor du spielst ein Superheldensetting. Z.B. Justice League. Würdest du Superman spielen wollen, oder lieber Batman?
Da würde ich halt spontan sagen, dass die grob balanciert sind in dem Sinne, den ich genannt habe. Klar, Superman gewinnt jeden Kampf. Aber es gibt eben auch Dinge, die Batman deutlich besser als Superman kann. Wie zum Beispiel alles, was Heimlichkeit oder Tarnung involviert. Oder so detektivische Nachforschungen. Klar will jeder lieber Batman spielen, aber das liegt halt daran, dass Superman grandios langweilig ist, und eventuell in einer weniger kampffokussierten Runde tatsächlich weniger Situationen hat, wo er glänzen kann.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 19:23

Simbert hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 18:21
Da würde ich halt spontan sagen, dass die grob balanciert sind in dem Sinne, den ich genannt habe. Klar, Superman gewinnt jeden Kampf. Aber es gibt eben auch Dinge, die Batman deutlich besser als Superman kann. Wie zum Beispiel alles, was Heimlichkeit oder Tarnung involviert. Oder so detektivische Nachforschungen. Klar will jeder lieber Batman spielen, aber das liegt halt daran, dass Superman grandios langweilig ist, und eventuell in einer weniger kampffokussierten Runde tatsächlich weniger Situationen hat, wo er glänzen kann.
Dann sagen wir doch mal Superman und Flash. So ziemlich das Einzige, was Flash kann und Supermann nicht, ist ein Kryptonitstück in der Hand zu halten ohne tot umzufallen (stimmt nicht ganz, aber egal).
Und trotzdem hat Flash in einem Justice League Comic immer eine wichtige Rolle. Während Supermann gegen den Kryptonitgolem kämpfen muss, kämpft Flash gegen das Treibsandmonster.

D.h., nicht eine unique Ability macht Flash interessant, sondern er wurde in eine für ihn interessante Situation gebracht. Natürlich ist es für den Spielleiter wesentlich einfacher, wenn ein Char eine unique Ability hat. Aber ich denke, es ist nicht zwingend notwendig.

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Re: Magie im Fantasysetting

Beitrag von Fred » Fr 28. Jun 2019, 19:27

Jadetiger hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 17:36
Ursprünglich hatte ich die Avatare übrigens für Raucher eingeführt: Wenn die nächste Kippe nötig ist, kann der Char einfach "offplay gehen" :D
Oder er kann mit seinem Handy herumspielen. Manche brauchen das.

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